Veloparade Moskau: Der unfreiwillige "Wassersporttag"

„Zehn, neun, acht, sieben…“ Ganz Moskau steckt in einer dicken Regenwolke. „Sechs, fünf, vier…“ Dennoch tummeln sich auf dem Sacharow-Prospekt Tausende bunte Regenjacken. „Drei, zwei, eins: Pojechali!“ Aber heute geht es nicht ins Weltall, sondern in einem Riesenumzug mit dem Fahrrad einmal rund durch Moskau. Für die jährliche Veloparade sperrt die Stadt sogar ihren Hauptverkehrsring. 

Klingeln und Hupen markieren den Start. Und so radeln - und rollern, skaten und „segwayn“ - nach ersten Angaben um die 30.000 Menschen über die sonst so furchteinflößende, bis zu fünfspurige Hauptstraße und durch Unterführungen und Tunnel, die sonst dem motorisierten Verkehr vorbehalten sind. Unter den Teilnehmern sind Kinder mit bunten Luftballons und Biker in schwarzer Lederkluft, der Weihnachtsmann mit Weihnachtsbaum und schicke Blumenmädchen in Pastelltönen, Kuh-, Tiger- und Panda-Kostüme, Rennradler in neonfarbenen Trikots und ältere Leute auf Klapprädern. Trotz des Dauerregens ist die Stimmung gut. Den Schaulustigen an den Brücken wird zugewunken, zugeklingelt und zugejubelt. 

 

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