"Unsterbliches Regiment" in Europa. Zum Beispiel in Prag.

In Washington, Rom, Stockholm und anderen Orten fand es bereits am vergangenen Wochenende statt. Am 8. Mai, dem Tag der Befreiung und des Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, folgt es nun in Prag: das „Unsterbliche Regiment“. Mehrere Hundert Menschen gedenken hier heute der sowjetischen Soldaten im Krieg und ihren eigenen Vorfahren. Nach einem kurzen Umzug vom Altstädter Ring zum Obstmarkt hinterm Ständetheater begann dort eine große Festveranstaltung mit tschechischen und russischen Kinder- und Kosakenchören. 

Allerdings ruft diese Aktion nicht unbedingt Begeisterung unter den Pragern hervor - die Sowjetflagge auf tschechischem Staatsgebiet weckt bei vielen furchtbare Erinnerungen, zum Beispiel an das sich gerade zum 50. Mal jährende 1968, als Sowjettruppen den Prager Frühling niederschlugen. 

Ein gutes Dutzend Polizeibeamter muss dann auch die ganze Zeit über eine kleinere Gruppe Aktivisten mit NATO- und Ukraine-Flaggen sowie ausgesprochen Russland- und Putin-kritischen Bannern von der feiernden Gedenkveranstaltung fernhalten. 

Wortgefechte werden aber doch über die Polizeikette hinweg ausgetragen. Eines hatte wohl das Stalin-Porträt in der Masse provoziert: ...

 

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